Die US-Regierung prüft laut Reuters mögliche Erleichterungen für bislang sanktionierte Tanker. Ziel wäre, zusätzliche Schiffe für den Transport von sonst zulässigem Öl einzusetzen und dadurch hohe Transportkosten zu drücken. Die Meldung vom 15. Oktober stützt sich auf einen nicht namentlich genannten US-Vertreter.
Betroffen wäre die sogenannte Schattenflotte. Damit sind hier Schiffe gemeint, die zuvor Öl oder Ölprodukte aus sanktionierten Handelsströmen transportiert haben. Aus dem Bericht folgt noch keine verbindliche Erlaubnis für eine bestimmte Buchung. (Quelle: Reuters bei Jerusalem Post)
Auch die wirtschaftliche Wirkung ist offen. In einem weiteren Reuters-Bericht äussern Händler und Fachleute Zweifel, wie viele Schiffe tatsächlich in den regulären Markt zurückkehren könnten. Versicherung, technische Nachweise und Sanktionen anderer Staaten bleiben mögliche Hürden. (Quelle: Reuters bei AOL)
Für Spediteure und Verlader ist deshalb der Einzelfall entscheidend. Schiff, Eigentümer, Betreiber, Ladung und Zahlungsweg müssen zum geltenden Rechtsrahmen passen. Eine politische Meldung ersetzt weder eine erforderliche Bewilligung noch die Zusage des Versicherers. Auch ein günstigeres Frachtangebot sollte erst angenommen werden, wenn die zulässige Durchführung geklärt ist. Kostenersparnis und rechtliche Freigabe sind zwei getrennte Fragen, die vor Vertragsabschluss beantwortet sein müssen.
