Maersk hat am 13. Oktober über gestörte Binnenschiffsverkehre wegen der Sperrung des Twentekanaals informiert. Für betroffene Import- und Exportcontainer nennt der Anbieter einen Zuschlag von 178 Euro je Container. Die Mitteilung betrifft Verkehre über Hengelo, Doesburg und Almelo.
Die zusätzliche Gebühr deckt laut Hinweis die vorübergehende Umleitung über Nijmegen ab. Sie gilt für betroffene Sendungen bis zur Wiedereröffnung und Wiederaufnahme des regulären Binnenschiffsbetriebs. Ein möglicher Niedrigwasserzuschlag bleibt daneben bestehen. (Quelle: Maersk)
Für die Dispo ist das mehr als eine zusätzliche Position auf der Rechnung. Ein anderer Umschlagpunkt kann die anschliessende Lkw-Strecke, die Abholplanung und den Liefertermin verändern. Welche Folgen tatsächlich entstehen, hängt vom gebuchten Ablauf und der Lage des Empfängers ab.
Spediteure sollten den bestätigten Ersatzweg deshalb vor dem Abruf prüfen. Ist der Anschluss organisiert? Welcher Termin gilt am Lager? Wer trägt die zusätzlichen Kosten? Der genannte Betrag ist keine allgemeine Gebühr für sämtliche Container in den Niederlanden. Entscheidend bleibt, ob die eigene Sendung unter die Mitteilung fällt. Weil die Detailseite beim direkten Quellenabruf nicht erreichbar war, sollte die aktuelle Anwendung zusätzlich beim Maersk-Ansprechpartner bestätigt werden.