EH · ESH
Rohstoffexport (Phosphat, Fisch) unter marokkanischer Verwaltung; umstrittenes Gebiet
Capital: El Aaiún
Overview
Western Sahara (ISO code: EH) is located in Northwest Africa on the Atlantic coast and borders Morocco, Algeria, and Mauritania. Politically, the area is considered a disputed territory under international law, largely controlled by Morocco, while the Sahrawi Arab Democratic Republic has international recognition from certain states. The climate is arid to extremely dry with very low precipitation and high temperatures. Economically, the region is weakly diversified and heavily influenced by natural resources such as phosphate and fishing. The economic-logistical significance primarily arises from raw material exports through Atlantic ports and connections to Moroccan infrastructure. In foreign trade, Western Sahara plays a minor role and is strongly integrated into Morocco's trade structures. Dependency on imports is high, especially for food, consumer goods, fuels, and industrial inputs. There is hardly any independent transit function, as the area does not take on a central hub role in regional trade. The Moroccan Dirham (MAD) is predominantly used as the currency.
Mentioned countries
Customs authority
Administration des Douanes et Impôts Indirects (ADII) - marokkanische Zollverwaltung (de facto)Import system
De-facto-Abwicklung über die marokkanische Zollverwaltung ADII mit dem System BADR (Base Automatisée des Douanes en Réseau) und dem Single-Window PortNet.
Export system
Ausfuhr ebenfalls über ADII (BADR) und PortNet. Phosphat- und Fischexporte laufen über die Atlantikhäfen Laâyoune und Dakhla.
Import VAT
EU-Präferenzen des EU-Marokko-Abkommens gelten laut EuGH-Urteil vom 4.10.2024 nicht automatisch für Westsahara-Waren; diese sind gesondert mit Ursprung Westsahara zu kennzeichnen.
Marokkanische Einfuhrverbote und -beschränkungen (Waffen, Drogen, bestimmte Agrar- und Gebrauchtwaren, CITES-Arten). Zusätzlich politische Sensibilität bei Rohstoffen aus umstrittenem Gebiet.
Keine gezielten Sanktionen gegen das Gebiet. EU-Importe von Phosphat, Fisch und Agrargütern bergen aber Kennzeichnungs- und Rechtsrisiken nach den EuGH-Urteilen zur Westsahara.
Without warranty — always verify with freight forwarder/customs agent and official authorities.
Quick operational overview for international shipments to Africa. Documentation, pre-clearance and local clearance steps can vary a lot by destination.
Important: Requirements depend on goods, origin, Incoterms, value, and consignee. When in doubt, confirm with your broker/forwarder and official sources.
Official links
Note: regional/general sources. Country-specific authority links will be added iteratively.
Völkerrechtlich umstrittenes Gebiet, grösstenteils von Marokko verwaltet. Seit Ende der Waffenruhe 2020 sporadische Spannungen entlang der Sandwall-Linie. Rechts- und Reputationsrisiken bei EU-Importen.
Arides Wüstenklima mit extremer Hitze, Sandstürmen und Küstennebel; diese können Umschlag und Strassentransport zeitweise beeinträchtigen.
Stand 2026-07: Ausbau der Atlantikhäfen (Dakhla Atlantic Port, Eröffnung um 2029) und der N1-Schnellstrasse Tiznit-Dakhla (2024) stärken die Anbindung an Westafrika. Phosphat via 102-km-Förderband Bou Craa - Laâyoune.
As of: 2026-07-01
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Im grösstenteils von Marokko verwalteten Gebiet erfolgt die Zollabfertigung de facto über die marokkanische Zollverwaltung Administration des Douanes et Impôts Indirects (ADII). Genutzt werden das System BADR und das Single-Window PortNet.
Es gilt de facto der marokkanische Regelsatz der Mehrwertsteuer von 20 Prozent. Die Einfuhr-TVA wird durch die ADII auf den CIF-Wert zuzüglich Zoll erhoben; für einzelne Warengruppen bestehen ermässigte Sätze.
Nein, nicht automatisch. Der Europäische Gerichtshof hat am 4. Oktober 2024 bestätigt, dass die EU-Marokko-Abkommen nicht ohne Zustimmung des sahrauischen Volkes auf die Westsahara angewendet werden dürfen. Waren von dort sind gesondert mit Ursprung Westsahara zu kennzeichnen.
Wichtigster Hafen ist Laâyoune (El Aaiún) mit dem Phosphat-Terminal, gefolgt von Dakhla und Boujdour. In Dakhla entsteht zudem der neue Dakhla Atlantic Port, dessen Eröffnung um 2029 erwartet wird und der als Drehscheibe Richtung Westafrika geplant ist.
Das Phosphat wird in der Mine Bou Craa gefördert und über ein rund 102 km langes Förderband, eines der längsten der Welt, zum Hafen Laâyoune gebracht und von dort per Schiff exportiert. Betreiber ist Phosboucraa, eine Tochter der marokkanischen OCP-Gruppe.
Ja. Über die Schnellstrasse N1 (Tiznit-Laâyoune-Dakhla) erreicht man den Grenzübergang Guerguerat, den einzigen Landzugang nach Mauretanien und weiter nach Subsahara-Westafrika. Der Übergang liegt in einer UN-überwachten Pufferzone.
Das Gebiet ist völkerrechtlich umstritten; seit dem Ende der Waffenruhe 2020 gibt es sporadische Spannungen entlang der Sandwall-Linie. Für EU-Importeure bestehen zudem Kennzeichnungs-, Rechts- und Reputationsrisiken durch die EuGH-Rechtsprechung.
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