Der italienische Energiekonzern Eni reagiert auf die stark gestiegenen Treibstoffpreise. Über sein Tankstellengeschäft Enilive begrenzt das Unternehmen den Preis für Diesel während 30 Tagen auf höchstens 2,19 Euro je Liter. Für Benzin liegt die Obergrenze bei 1,99 Euro. Die Massnahme startete am 28. September und gilt laut Berichten auch an Autobahnstationen. SOCAR beziehungsweise die Marke IP hat eine ähnliche Begrenzung angekündigt.
Für Fuhrunternehmen klingt das zunächst nach einer klaren Entlastung. Trotzdem sollte man genau rechnen. Ein Höchstpreis ist nicht automatisch der beste Nettopreis. Tankkartenrabatte, Servicegebühren, Mehrwertsteuer und die Lage der Station entscheiden mit. Eine Umwegfahrt zu einer günstigeren Säule kann den Vorteil schnell auffressen.
Der Preisdeckel ist zudem keine neue italienische Vorschrift. Er ist eine zeitlich begrenzte Entscheidung der Anbieter. Nach Ablauf der 30 Tage kann sie verlängert, geändert oder beendet werden. Transporteure sollten daher nicht mit 2,19 Euro für die ganze Saison kalkulieren.
Bei Angeboten mit Dieselgleitklausel bleibt der vereinbarte Referenzindex massgebend. Der Preis an einzelnen Eni-Stationen ändert diesen Mechanismus nicht automatisch.
