Der windbetriebene RoRo-Frachter Neoliner Origin erweitert seine Atlantiklinie um Zeebrügge. Der erste Anlauf war für den 18. September 2026 geplant. Die neue Rotation verbindet den belgischen Hafen mit Montoir-de-Bretagne in Frankreich, Saint-Pierre-et-Miquelon, Baltimore und Halifax.
RoRo bedeutet Roll-on/Roll-off: Fahrzeuge und rollende Ladung werden über Rampen an und von Bord gefahren. Das Schiff kann zudem Container, Projektladung und übergrosse Güter aufnehmen. Zeebrügge passt deshalb gut in das Konzept, weil der Hafen stark bei Fahrzeugen und RoRo-Verkehren ist. CMA CGM unterstützt Neoline beim Verkauf der Kapazitäten.
Die Rotation dauert im Sommer etwa fünf und im Winter sechs Wochen. Neoline plant rund zehn Rundreisen pro Jahr. Für Zeebrügge nach Baltimore nennt das Unternehmen 20 Tage westwärts und 15 Tage ostwärts. Nach Halifax sind es 24 beziehungsweise elf Tage.
Für Verlader ist das kein Ersatz für einen wöchentlichen Grossreederei-Dienst. Die Abfahrtsfrequenz ist kleiner und wetterabhängige Reserven bleiben wichtig. Dafür kann das Schiff bei passender Ladung eine nachvollziehbare Möglichkeit sein, den Treibstoffverbrauch auf See zu senken. Entscheidend sind verfügbare Stellfläche, zulässige Abmessungen, Sicherung und die Anschlüsse im Vor- und Nachlauf.
