Ab dem 1. Juli 2026 wird es für Lkw in den Niederlanden ernst. Dann startet die neue kilometerabhängige Maut auf fast allen Autobahnen und auf ausgewählten regionalen und kommunalen Strassen. Betroffen sind niederländische und ausländische Lkw über 3,5 Tonnen. Damit müssen auch Schweizer, deutsche, belgische und andere internationale Flotten vorbereitet sein. Jeder betroffene Lkw braucht ein funktionierendes Mautgerät. Dafür muss vorher ein Vertrag mit einem zugelassenen Mautanbieter abgeschlossen oder ein bestehender EETS-Vertrag für die Niederlande erweitert werden. Einfach einfahren und später bezahlen funktioniert nicht. Die Höhe der Maut hängt vom Fahrzeuggewicht, der Euro-Abgasnorm und der COâ-Klasse ab. Saubere und leichtere Fahrzeuge bezahlen weniger. Der durchschnittliche Tarif liegt zum Start bei rund 19,1 Cent pro Kilometer. Ab 1. September 2026 ist eine vorübergehende Reduktion um 22,3 Prozent vorgesehen. Gleichzeitig steigt die Niederlande aus dem Eurovignetten-System aus. Ab dem 1. Juli ist die Eurovignette dort nicht mehr ausreichend. Für Luxemburg und Schweden bleibt sie weiterhin nötig. Für Spediteure heisst das: Fahrzeuge, Verträge und Mautgeräte jetzt prüfen. Wer am 1. Juli ohne funktionierendes Gerät fährt, riskiert eine Busse und unnötigen Ärger.